Karl Prinz von Hessen-Philippsthal



Karl Prinz von Hessen-Philippsthal


Inventar Nr.: LM 1938/431
Bezeichnung: Karl Prinz von Hessen-Philippsthal
Künstler: Wilhelm Böttner (1752 - 1805), Umkreis
Datierung: um 1790
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 69,5 x 50,3 cm (Bildmaß)
Provenienz:

Ankauf 1938 aus Schloss Philippsthal


Katalogtext:
Vor neutralem dunkelgrauem Grund erscheint in dunkelblauer Uniform mit rotem Besatz, weißem Jabot und silberner Feldbinde Karl von Hessen-Philippsthal. Auf der Brust ist der Ordensstern vom Goldenen Löwen angebracht und um den Hals liegt das hessische Militärverdienstkreuz, das er 1784 erhalten hatte.
Karl von Hessen-Philippsthal (1757-1793) war zunächst holländischer Kapitän beim Regiment Oranien-Geldern und seit 1774 Hauptmann im Königlich-Preußischen Füsilierregiment des Prinzen Adolf von Hessen-Philippsthal-Barchfeld. Schließlich verließ er den Preußischen Dienst und wurde im Dezember 1780 Obristleutnant in der Hessen-Casselischen Garde. 1787 wurde er zum Oberst des dritten Garderegiments und 1789 zum Kommandeur eines Grenadierbataillons ernannt. Bei der Befreiung der Stadt Frankfurt von den französischen Revolutionstruppen wurde er am 2. Dezember 1792 schwer verwundet und starb einen Monat später im Januar 1793. Die Verwundung des Prinzen beim Sturm auf das Friedberger Tor hat Georg Karl Urlaub in einem kleinformatigen Historienbild dokumentiert (1875/814). Das vorliegende Porträt, das bislang keinem Maler zugeschrieben wurde, dürfte aufgrund des Porträttypus und vor allem wegen der fein gemalten Gesichtszüge von Wilhelm Böttner oder aus dessen Umkreis stammen.

Knetsch 1928, S. 219, Nr. 34 (nur biograph. Angaben); AK Kassel 1999b, S. 244 (zu Jussows »Hessendenkmal«).


Literatur:
  • Eckhart G. Franz: Haus Hessen - Biografisches Lexikon. 2012, S. 245 f.


Letzte Aktualisierung: 03.04.2017


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