Erdmutha Sophia Friederica von und zu der Tann



Erdmutha Sophia Friederica von und zu der Tann


Inventar Nr.: 1875/1626 a
Bezeichnung: Erdmutha Sophia Friederica von und zu der Tann
Künstler: I. H. Carl
Datierung: 1778
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 81 x 62 cm (Bildmaß)
Provenienz:

alter Bestand, Erwerbungsdatum unbekannt

Beschriftungen: Signatur: bez. verso u.r.: I. H. Carl/pinx:/1778; Aufschrift: Erdmutha Sophia Friederica/von und zu der Tann/geb: von der Tann
Beschriftung: Aufkleber auf dem Rahmen: Wilh. Mittenzwey Kunsthandlung


Katalogtext:
Das Halbfigurenbildnis der Erdmutha Sophia Friederica von und zu der Tann, wie die Dargestellte auf der Rückseite bezeichnet ist, greift mit der dunkelgrünen, golden eingefassten Vorhangdraperie und der vom rechten Bildrand überschnittenen Marmorsäule die geläufigen Requisiten barocker Standesporträts auf. Auch der zusammengeklappte Fächer in der vor den Körper geführten linken Hand taucht in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts häufig in Damenporträts auf. Der Schnitt des stark dekolletierten mittelblauen Kleides mit den goldenen Ornamenten und der weißen Spitze am Ausschnitt und an den Ärmeln war bereits um 1740 modern, findet sich aber auch noch auf späteren Porträts.
Die Signatur gibt »1778« als Entstehungsjahr an und nennt als Maler »I. H. Carl«. Dieser lässt sich aber in den einschlägigen Künstlerlexika nicht nachweisen. Möglicherweise handelt es sich um den in Kassel ansässigen Johann Henrich Carl (1717-1790), der in einer Sterbeliste der Einwohner Kassels als »Maler und Schneidermeister« bezeichnet wird. Die Familie von und zu der Tann gehörte dem fränkischen Uradel an, 1704 wurde sie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, ihr Stammhaus »Tann« lag in der Rhön.

Der Gotha, Freiherrliche Häuser, 1892, S. 896ff. (zur Familie von und zu der Tann); Thiele 1986, Bd. 9, S. 261 (zu Joh. Henrich Carl).



Letzte Aktualisierung: 11.09.2015


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