Friedrich Prinz von Hessen-Philippsthal



Friedrich Prinz von Hessen-Philippsthal


Inventar Nr.: 1875/820 a
Bezeichnung: Friedrich Prinz von Hessen-Philippsthal
Künstler: Johann Werner Kobold (1740 - 1803)
Datierung: 1781
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 75 x 62,8 cm (Bildmaß)
Provenienz:

alter Bestand, Erwerbungsdatum unbekannt

Beschriftungen: Signatur: bez. verso u.r.: J W Kobold pinx: 1781; auf dem Rahmen mit Bleistift: Friedrich Prinz zu Hessen-Philippsthal gb. Den 4ten September 1764, gestorben in (?) bei Waterloo 1794


Katalogtext:
Die als Pendantbildnisse konzipierten Halbfigurenporträts der Brüder Friedrich und Ludwig (1875/820 b) von Hessen-Philippsthal zeigen die Prinzen einander zugewandt vor neutralem dunklem Grund. Friedrich, dessen Bildnis zuerst entstand, ist frontal dargestellt, den Kopf leicht nach links gewandt, wobei die Augen zum Betrachter schauen. Er trägt die Uniform des in Kassel stationierten dritten Bataillons Garde: den blauen Uniformrock mit ziegelroten Ärmelaufschlägen und Kragen sowie silbernen geflochtenen Schleifen mit Endquast, darunter das Spitzenjabot und die gelbe Weste. Auf der rechten Schulter liegt die silberne Schulterraupe mit Fangschnüren.
Friedrich von Hessen-Philippsthal (1764-1794), 1765 kaiserlich-russischer Kürassier-Rittmeister, wurde im Mai 1776 Kapitän im dritten Regiment Garde von Hessen-Kassel. Im Mai 1783 stieg er zum Oberstleutnant auf. Im April 1784 wurde er aus hessen-kasselischen Diensten entlassen und trat als kaiserlich-russischer Oberstleutnant in russische Dienste. 1792 wurde er Oberst und Inhaber eines Kürassierregiments. 1793 wurde er holländischer Oberst des Graf Bylandischen Dragonerregiments. Er starb im Juli 1794 in französischer Gefangenschaft. Landgraf Friedrich II. hatte ihn im Mai 1784 zum Ritter des Hessischen Hausordens vom Goldenen Löwen ernannt.

Hochfürstlich Hessen-Casseler Staats- und Adress-Kalender 1771, S. 36, Nr. 5; ebd., 1781, S. 25; Strieder 1804, S. 127; Knetsch 1928, S. 222, Nr. 38 (jeweils nur biograph. Angaben).


Literatur:
  • Eckhart G. Franz: Haus Hessen - Biografisches Lexikon. 2012, S. 247 f.


Letzte Aktualisierung: 31.03.2014


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