Blumenstillleben



Blumenstillleben


Inventar Nr.: LM 1937/258
Bezeichnung: Blumenstillleben
Künstler: Christian Georg d. Ä. Schütz (1718 - 1791), Umkreis
Datierung: um 1755/1760
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 38,5 x 51 cm (Bildmaß)
Umzug NG: 53,5 x 66,0 x 8,0 cm (Objektmaß)
Provenienz:

erworben 1937 von Malmedé, Köln

Beschriftungen: Signatur: bez. u.Mitte (auf der Tischkante): Schüz. fec.


Katalogtext:
Vor neutralem, gelblichbraunem Grund steht auf einem Tisch mit einer Marmorplatte und einem weißen drapierten Tuch ein großer Korb, der mit Zierblumen reich gefüllt ist: darunter üppig aufgeblühte Rosen, Margeriten, Narzissen, Schwertlilien, Sonnenblumen, Winden und eine Mohnkapsel. Das Licht fällt von links oben ein und lässt die Frontseite des Blumengestecks in hellen, leuchtenden Farben erscheinen, ebenso das weiße Tuch. Vorherrschend sind Ocker-, Rosa- und Weißtöne mit einzelnen Akzenten in Gelb und Hellblau.
Das konventionell gemalte Stillleben, das auf niederländische Blumenstücke aus dem 17. Jahrhundert zurückgehen dürfte, entsprach dem Sammlergeschmack des Frankfurter Bürgertums in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die gut lesbare Signatur in der Bildmitte legt nahe, dass das Gemälde von einem Mitglied der Frankfurter Malerfamilie Schüz stammt, wobei unklar ist, um wen es sich handeln könnte. Unter den rund 250 Werken der Werkstatt von Christian Georg Schüz d. Ä., die im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf dem deutschen Kunstmarkt gehandelt wurden und sich anhand von Auktionskatalogen nachweisen lassen, tauchte lediglich einmal im Juli 1790 auf einer anonymen Kunstauktion in München ein »Blumenstück« von einem »J. Schüz« auf (Ketelsen/Stockhausen 2002, S. 1488). Möglicherweise stammt auch das vorliegende Gemälde von diesem Maler, der bisher nicht identifiziert werden konnte.

AK Kassel 1946, S. 6, Nr. 23; Kaiser 1976, S. 16, Tf. 10; Ketelsen/Stockhausen 2002, S. 1488.



Letzte Aktualisierung: 03.04.2017


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