Auguste Friederike Gräfin von Ysenburg-Büdingen (?)



Auguste Friederike Gräfin von Ysenburg-Büdingen (?)


Inventar Nr.: 1875/1576
Bezeichnung: Auguste Friederike Gräfin von Ysenburg-Büdingen (?)
Künstler: Anton Wilhelm Tischbein (1730 - 1804), Umkreis
Datierung: 1770er Jahre
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 54 x 41 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben 1973 von Greta Gräfin Waldeck-Bergheim

Beschriftungen: Beschriftung: verso auf der Leinwand alter Klebezettel: Die Gemahlin des Grafen Casimir zu Isenburg, geb. Gräfin Stollberg (war in 2ter Ehe vermählt mit Gustav Friedr. Gr. z. Isenburg und in 3ter Ehe mit einem Professor von Wendt); zweiter Klebezettel: Nr. 63


Katalogtext:
Ähnlich wie in zahlreichen Halbfigurenporträts von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1875/1193, 1875/1192, 1875/1086) stützt sich die Dargestellte auf eine Balustrade. Vor neutralem braunem Grund dreht sie den Oberkörper leicht nach links und wendet den Kopf frontal zum Betrachter. Dem Modestil der 1770er Jahre entsprechend trägt sie ein Mantelet aus weiß-grau changierender Seide mit braunem Pelzbesatz und passendem Muff, in dem die Hände verborgen sind. Vom Kleid sind nur die blassroten Schleifen und weißen Spitzen am Dekolleté und an den Ärmeln zu sehen. Eine weiße Kunstblume und ein rotes Band schmücken das grau gepuderte Haar. Um den Hals liegen ein schwarzes, transparentes, locker geknotetes Tuch und ein langes, schmales, eng anliegendes Band.
Laut einem alten Klebezettel auf der Leinwand soll hier Auguste Friederike Gräfin von Ysenburg-Büdingen (1743-1783) dargestellt sein, Tochter des Heinrich Ernst Graf von Stolberg-Wernigerode. Entgegen den Angaben des Klebezettels war diese in erster Ehe nur wenige Monate mit Gustav Friedrich Graf von Ysenburg-Büdingen (1715-1768) verheiratet und nach dem Tod des Ehegatten mit dessen älterem Bruder Graf Ludwig Casimir (1710-1775).
Das Gemälde ist ziemlich verschmutzt, vergilbt und stellenweise stark abgerieben, so dass eine Zuschreibung an Anton Wilhelm Tischbein nicht eindeutig ist. In Pose und Aufmachung vergleichbar ist das von ihm 1767 ausgeführte Bildnis der Luise Amalie Hassel. Reimar Lacher (Gleimhaus, Halberstadt) vermutete dagegen jüngst, dass es sich um ein Werk Leopld Mathieus handelt. Für ihn sei "vor allem die etwas manieriert-kokette Kopfhaltung charakteristisch." (Email vom 31.03.2016).

Simon 1865, Bd. 2, S. 374-377 (nur biograph. Angaben); Feulner 1932, S. 41, Abb. 10 (Bildnis der Luise Amalie Hassel).



Letzte Aktualisierung: 26.08.2016


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