Junges Mädchen in antikischem Gewand, eine Vase schmückend



Junges Mädchen in antikischem Gewand, eine Vase schmückend


Inventar Nr.: LM 1939/236
Bezeichnung: Junges Mädchen in antikischem Gewand, eine Vase schmückend
Künstler: Christian Wilhelm Tischbein (1751 - 1824)
Datierung: nach 1765
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 82,3 x 58 cm (Bildmaß)
Umzug NG: 82,5 x 58,5 x 2,0 cm (Objektmaß)
Provenienz:

erworben 1939 von Albrecht Nitschke, Breslau


Katalogtext:
Es handelt es sich um eine Kopie nach einem Gemälde des Pariser Hofmalers François Joseph Vien (1716-1809), »Eine junge Griechin, die eine Bronzevase mit einer Blumengirlande schmückt« (Paris, Privatsammlung), das dieser 1760 in etwa derselben Größe gemalt hatte. 1761 war das Gemälde im Pariser Salon ausgestellt, 1765 reproduzierte es Jean Jacques Flipart als Stich unter dem Titel »Junge Korintherin«.
Tischbein hat die Vorlage detailgetreu wiedergegeben. Wie in Viens Darstellung steht auch hier ein junges Mädchen in antikischem, grünem Gewand im Dreiviertelprofil an einem Tisch und schmückt eine metallisch glänzende Bronzevase mit einer Blumenkette. Es posiert vor einer Nische mit Rundsäule und Pilaster, während am rechten Bildrand mit einem Fauteuil der Blick freigegeben wird auf eine Landschaft mit Bäumen.
Das von Vien kopierte Motiv passt zu Tischbeins klassizistisch orientiertem Baustil Anfang der 1790er Jahre. Die Vase taucht etwa ganz ähnlich in einem Entwurf für einen Brunnen in Rohnstock in Schlesien auf und in abgewandelter Form als Urne auf dem von Tischbein geschaffenen Denkmal für Gottlob Hans Ludwig Graf von Hochberg.

Nonn 1912, Tf. IV-V (zu den architektonischen Werken); Gaethgens/Lugand 1988, S. 169, Kat. Nr. 175 (zur Bildvorlage).



Letzte Aktualisierung: 03.04.2017


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