Die Muse Erato (Die neun Musen)



Die Muse Erato (Die neun Musen)


Inventar Nr.: GK 698 (1875/735)
Bezeichnung: Die Muse Erato (Die neun Musen)
Künstler: Johann Heinrich d. Ä. Tischbein (1722 - 1789)
Datierung: 1781
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Leinwand
Maße: 38 x 47 cm (Bildmaß)
Provenienz:

im Auftrag von Landgraf Friedrich II.

1804 Schloss Wilhelmshöhe, Corps de logis, zweites Geschoss, in einem Vorzimmer der Bibliothek

1815 Schloss Wilhelmshöhe, Erdgeschoss, Marmorsaal

1829 Gemäldegalerie

Beschriftungen: Signatur: bez. r. (auf einem Stein): J. H: Tischbein pinx: 1781


Katalogtext:
Erato, die Muse der Liebesdichtung, sitzt zusammen mit Amor in einer Parklandschaft vor dunklen Steinquadern und einer Säule. Ihr dunkles Haar wird von einem Kranz aus Rosenblüten und Myrte geziert. Im Unterschied zu den meist antikisierenden Gewändern der anderen Musen trägt sie ein tief ausgeschnittenes Kleid mit halblangen Ärmeln, das der zeitgenössischen Mode der 1780er Jahre entspricht. In der Linken hält sie die Leier, den rechten Arm hat sie zärtlich um Amor gelegt, dem sie sich zuwendet. Der Liebesgott hat Köcher und Pfeile an einen Ast gehängt und zeigt Erato eine Schriftrolle, auf der ihr Name steht. Auch zu diesem Gemälde gibt es eine lavierte Federzeichnung. Dort reicht Amor der Muse nicht ein Schriftstück, sondern bekränzt sie mit Blumen (Privatbesitz).
In den landgräflichen Chatoulrechnungen vom 23. November 1781 werden zwei Musen erwähnt, bei denen es sich wohl um das vorliegende Kabinettbild und das der »Polyhymnia« (1875/739) handelt, das Tischbein ebenfalls mit »1781« signierte: »Dem Herrn Rath Tischbein für zwei historische Bilder [...], zwei Musen und ein Portrait [...] à 25 Reichsthaler« (StAM, Rechnungen II, Kassel 655).

Döring 1804, S. 15, Nr. 3-11; Verzeichnis Wilhelmshöhe 1815, Nr. 86; Kat. Kassel 1819, S. 128f., Nr. 809; Kat. Kassel 1830, S. 150, Nr. 936; Kat. Kassel 1877, S. 75, Nr. 878; Kat. Kassel 1888, S. 381, Nr. 663; Bahlmann 1911, S. 74, Nr. 21; Kat. Kassel 1913, S. 69, Nr. 698; Kat. Kassel 1958, S. 156, Nr. 698; Tiegel-Hertfelder 1996, S. 116 u. 364f., G 99, S. 421, Z 74.



Letzte Aktualisierung: 01.03.2017


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