Drei Prinzen in der Aue bei Kassel in Begleitung des Stallmeisters von Wittorf



Drei Prinzen in der Aue bei Kassel in Begleitung des Stallmeisters von Wittorf


Inventar Nr.: AZ 752
Bezeichnung: Drei Prinzen in der Aue bei Kassel in Begleitung des Stallmeisters von Wittorf
Künstler: Johann Heinrich d. Ä. Tischbein (1722 - 1789), Schule
Datierung: um 1750/1754
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 81 x 131,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

1880 Frau General Louise Duplessis, geb. von Schwarzenberg, Paris

Schloss Heydau, Morschen

erworben 1883 aus dem Nachlass der Gräfin Bose, Kassel

Beschriftungen: Beschriftung: verso Klebezettel des Bose-Museums Inv. Nr. 84: Tischbein, Drei Söhne des Landgrafen Friedrich II. mit Stallmeister Wittorf


Katalogtext:
Auf einer Allee in der Kasseler Aue reiten die drei Söhne von Landgraf Friedrich II. in Begleitung ihres Erziehers, des Stallmeisters Julius Jürgen von Wittorf (1714-1802). Das Gemälde ist eines der wenigen, das die vor der Orangerie und dem Marmorbad gelegenen Wirtschaftsgebäude zeigt, die um 1765 abgerissen wurden. Auf idealtypischen Plänen und Ansichten der Anlage werden sie zumeist weggelassen. Die Baumund Heckenstaffage am rechten Bildrand kaschiert den noch fehlenden Küchenpavillon, der als Pendant zu dem unter Landgraf Karl errichteten Marmorbad nach dem Siebenjährigen Krieg von Simon Louis du Ry erbaut wurde.
Im Hintergrund ist die Silhouette der Stadt Kassel zu erkennen: der Zwehrenturm, das Observatorium des Ottoneums, die Spitze des Druselturms, der Turm der Martinskirche, der Dachreiter der Brüderkirche und Teile des reformierten Waisenhauses. Bei den beiden Spaziergängern am linken Bildrand, von denen der eine nur als Rückenfigur auszumachen ist, soll es sich dem Bose-Katalog zufolge um die Hofmaler Johann Heinrich Tischbein d. Ä. und Wilhelm Böttner handeln, wobei dies eher spekulativ erscheint.

Kat. Kassel 1896 (Bose-Museum), S. 9, Nr. 25; Kat. Kassel 1899 (Bose-Museum), S. 9, Nr. 25; Flohr 1997, S. 184, G 34 (zum Vorbild), S. 301, W 29.



Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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Christian Presche schrieb am 20. January 2014, um 18:06 Uhr:
Gebäude im Hintergrund
Angesichts des Standorts kann es sich bei dem Gebäude rechts hinten nur um das Landgrafenschloss mit seinen großen Renaissance-Giebeln handeln; man erkennt deutlich die Südwestfront mit ihren beiden Giebeln und (durch den Baum z. T. verdeckt) den angrenzenden südlichen Giebel der Südostseite. Das Waisenhaus in der Unterneustadt lag dagegen außerhalb des rechten Bildrands und wäre zudem nur mit dem Südwestgiebel seines Satteldachs sichtbar gewesen. Der Dachreiter gehört noch zur Martinskirche.
Die Hintergrundgebäude sind innerhalb des Bildes recht zuverlässig positionert, wenn man sie mit dem Stadtplan vergleicht; allerdings zeigen alle Gebäudedarstellungen nur ungefähre Ähnlichkeit mit den Originalbauten.

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