Der Maler Johann August Nahl d.J.



Der Maler Johann August Nahl d.J.


Inventar Nr.: 1875/1212 a
Bezeichnung: Der Maler Johann August Nahl d.J.
Künstler: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751 - 1829)
Datierung: um 1780
Geogr. Bezug: Rom
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: Umzug NG: 73,0 x 65,6 x 9,5 cm (Objektmaß)
55,2 x 45,2 cm (ovaler Spiegel) (Bildmaß)
Provenienz:

bis 1880 im Besitz von Wilhelm Nahl, Kassel

Beschriftungen: Beschriftung: verso Klebezettel: Johann August Nahl, Bildhauer, geb. zu Berlin, 1710 gestorben zu Kassel, 1781 als Professor am Collegium Carolinum und Rath [...]; weiterer Klebezettel: 205


Katalogtext:
Während seines zweijährigen Romaufenthaltes in den Jahren 1779 bis 1781 fertigte Tischbein das Porträt des gleichaltrigen Malerkollegen, des Historien- und Landschaftsmalers Johann August Nahl d. J., an. Dieser hielt sich bereits seit 1774 in Rom auf.
Im Brustbild, vor neutralem dunklem Grund, hat Nahl den Oberkörper nach rechts gedreht, während er den leicht zur Seite geneigten Kopf in entgegengesetzte Richtung zum Betrachter wendet. Um die Schultern ist ein roter Umhang drapiert, der von einer goldenen Mäanderborte gesäumt wird und einer Toga ähnlich ist. Zusammen mit den plastisch ausgearbeiteten
Falten bildet er den Sockel für den Kopf und hebt diesen besonders heraus. Nahls etwas elegisch wirkender Blick mit den schweren Oberlidern erinnert an sein Selbstporträt, das er etwa zur selben Zeit in Rom gemalt hat und in dem er sich in Arbeitskleidung, mit Palette und Pinseln in der Hand, dargestellt hat (AZ 1437). Hat er dort das dunkle, braune Haar zu einem Zopf gebunden, so fällt es hier offen auf die Schultern, was wohl ähnlich wie der Umhang an antiken Vorbildern orientiert ist. Das Gemälde stammt aus dem Besitz Wilhelm Nahls, in dessen Nachlassverzeichnis unter »Tischbein« ein »Porträt des Malers J. A. Nahl« angeführt ist. Wilhelm Nahl erwähnt das Porträt auch in einer Tagebucheintragung vom 4. Juli 1842, wo er vom »Portrait des seligen Vaters mit dem roten Mantel gemalt von Tischbein« spricht.

Nahl, Tagebuch; Nahl, Nachlassverzeichnis, Nr. 186; Preime 1943, S. 20f.; Dreiheller 1968a.



Letzte Aktualisierung: 10.06.2015


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