Bildnis der Magdalena Neudörffer



Bildnis der Magdalena Neudörffer


Inventar Nr.: GK 10
Bezeichnung: Bildnis der Magdalena Neudörffer
Künstler: Barthel Beham (1502 - 1540), Maler/in, fraglich
Dargestellt: Magdalena Neudörffer (1487 - um 1544)
Datierung: 1527
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl
Maße: 65,2 x 53,6 cm (Rahmenmaß)
50,5 x 38,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

zu einem unbekannten Zeitpunkt wohl im 17. Jahrhundert erworben

Beschriftungen: Signatur: Aufschrift: ANNO DOMINI : / M : D : XXVII: / MAGDALENA IOHANN / NEVDFFERIN IRES / ALTERS IM.XL.IAR


Katalogtext:
Johann Neudörffer (1497-1563), bedeutender Schreib- und Rechenmeister und erster Biograph der Nürnberger Künstler, fügte die kalligraphischen Inschriften auf den Bildnissen selbst hinzu. Seine erste Frau Magdalena (1487 – vor 1544) war Witwe des Hans Schellmann. * Die bisher einem anonymen Meister zugeschriebenen Bilder gehören in den engsten Umkreis Albrecht Dürers. In jüngster Zeit führten K. Löcher, Nürnberg, und A. Schneckenburger-Broschek, Köln, Barthel Beham in die Diskussion ein. Schwierigkeiten ergeben sich dabei für Löcher weniger aufgrund des Stils als wegen der herausragenden Qualität (»Wohl zu reif für Beham«). Verwandtschaft in der Gesichtsmodellierung besteht vor allem mit dem Beham zugeschriebenen, um 1528 datierten Bildnis des Hans Urmiller mit Sohn im Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt am Main, Inv. Nr. 919.
(B. Schnackenburg, 1996)


Literatur:
  • Robert, Ernst Friedrich Ferdinand: Verzeichniß der Kurfürstlichen Gemählde-Sammlung. Cassel 1830, Kat.Nr. 18, S. 4.
  • Aubel, L.; Eisenmann, Oscar: Verzeichniß der in der Neuen Gemälde-Galerie zu Cassel befindlichen Bilder. 2. Aufl. Kassel 1878, Kat.Nr. 18, S. 3.
  • Eisenmann, Oscar: Katalog der Königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. Nachtrag von C. A. von Drach. Kassel 1888, Kat.Nr. 5, S. 4-5.
  • Gronau, Georg: Katalog der Könglichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913, Kat.Nr. 10, S. 46.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, Kat.Nr. 10, S. 55.
  • Luthmer, Kurt: Staatliche Gemäldegalerie zu Kassel. Kurzes Verzeichnis der Gemälde. 34. Aufl. Kassel 1934, Kat.Nr. 10, S. 6.
  • Voigt, Franz: Die Gemäldegalerie Kassel. Führer durch die Kasseler Galerie. Kassel 1938, Kat.Nr. 10, S. 40.
  • Strieder, Peter: Zur Nürnberger Bildniskunst des 16. Jahrhunderts. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst 7, 3. Folge (1956), S. 120-137, S. 122-124 Anm. 13.
  • Vogel, Hans: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. Kassel 1958, Kat.Nr. 19, S. 104.
  • Strieder, Peter; Frenzel, Gottfried; Röttgen, Herwarth; Zink, Fritz; Waetzoldt, Stephan; Wilckens, Leonie von: Meister um Albrecht Dürer. Germanisches National-Museum Ausstellung 4.7.1961 - 17.9.1961. Nürnberg 1961, Kat.Nr. 247, S. 145.
  • Bott, Gerhard; Gronau, Georg; Herzog, Erich; Weiler, Clemens: Meisterwerke hessischer Museen. Die Gemäldegalerien in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden. Hanau 1967, S. 100, 127.
  • Herzog, Erich: Die Gemäldegalerie der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel. Geschichte der Galerie von Georg Gronau und Erich Herzog. Hanau 1969, S. 12, 39.
  • Löcher, Kurt: Ein Bildnis der Anna Dürer in der Sammlung Thyssen-Bornemisza. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch 39 (1977), S. 83-91, S. 88-89.
  • Schneckenburger-Broschek, Anja: Die altdeutsche Malerei. Kassel, Staatliche Kunstsammlungen Kassel 1982, S. 10, 13, 33, 66.
  • Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Leipzig/München 1983ff, S. 288 (Bd. 8, 1994).
  • Strieder, Peter: Tafelmalerei in Nürnberg 1350-1550. Königsteiin im Taunus 1993, Kat.Nr. 170, S. 283.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 58-59.
  • Schneckenburger-Broschek, Anja: Altdeutsche Malerei. Die Tafelbilder und Altäre des 14. bis 16. Jahrhunderts in der Gemäldegalerie Alte Meister und im Hessischen Landesmuseum Kassel. Kassel, Staatliche Kunstsammlungen Kassel 1997, S. 41-49.
  • Schmidt, Sebastian: Abbild | Selbstbild. Das Porträt in Nürnberg um 1500. Wiesbaden 2018, S. 376.


Letzte Aktualisierung: 24.10.2018


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